Implantate

Implantatgetragener Zahnersatz

Symbolbild

Fehlende Zähne betreffen nicht nur Ihr Lächeln: Sie verändern, wie Sie kauen, wie Sie sprechen und wie wohl Sie sich beim Essen in Gesellschaft fühlen. Implantatgetragener Zahnersatz ist eine bewährte Möglichkeit, fehlende Zähne durch im Kieferknochen verankerte Versorgungen zu ersetzen. Bei LHC Dental in Istanbul wird jede Versorgung individuell auf Ihren Mund, Ihren Knochen und Ihre Ziele abgestimmt.

Was ist ein Zahnimplantat?

Ein Zahnimplantat ist ein kleiner schraubenförmiger Stift, meist aus Titan, der dort in den Kieferknochen eingesetzt wird, wo sich früher eine Zahnwurzel befand. In den folgenden Monaten wächst der Knochen eng an die Implantatoberfläche an; dieser Vorgang heißt Osseointegration. Nach der Einheilung dient das Implantat als stabile künstliche Wurzel, die eine Krone, eine Brücke oder einen kompletten Zahnersatz tragen kann.

Transparentes Kiefermodell mit Implantaten
Transparentes Kiefermodell mit Implantaten · Symbolbild

Was ist implantatgetragener Zahnersatz?

Als implantatgetragen gilt jeder Zahnersatz, der von Implantaten gehalten wird und nicht von Nachbarzähnen oder allein vom Zahnfleisch. Das Implantat sitzt im Knochen, darauf wird ein Verbindungsteil (Abutment) befestigt, und darauf wiederum die sichtbaren Zähne. Je nach Anzahl der fehlenden Zähne kann es sich um eine Einzelkrone, eine Brücke über mehrere Zähne oder eine Versorgung des gesamten Kiefers handeln.

Der Unterschied zu anderen Zahnersatzformen

Wer die Alternativen kennt, kann besser einschätzen, wo implantatgetragener Zahnersatz seinen Platz hat.

Herkömmliche herausnehmbare Prothesen

Eine herkömmliche Prothese liegt auf dem Zahnfleisch auf. Eine Vollprothese hält vor allem durch Saugwirkung und die Form des Kiefers; eine Teilprothese nutzt zusätzlich Klammern an den verbliebenen Zähnen. Prothesen werden zum Reinigen und nachts herausgenommen. Sie sind eine einfache Lösung ohne Operation, doch viele Menschen empfinden, dass sie sich beim Essen oder Sprechen bewegen. Eine Oberkieferprothese bedeckt den Gaumen, und da sie den Knochen nicht belastet, bildet sich der Kiefer mit der Zeit zurück. Prothesen müssen daher oft unterfüttert oder neu angefertigt werden.

Herkömmliche festsitzende Brücken

Eine klassische Brücke wird auf den natürlichen Zähnen beiderseits einer Lücke befestigt. Diese Pfeilerzähne müssen beschliffen werden, um Kronen tragen zu können. Eine Brücke sitzt fest und ist angenehm zu tragen, setzt aber gesunde Zähne an den passenden Stellen voraus und ersetzt nicht die fehlende Wurzel im Knochen.

Implantatgetragener Zahnersatz

Hier bilden Implantate das Fundament statt Zahnfleisch oder Nachbarzähne. Es gibt zwei Hauptformen:

  1. Festsitzender implantatgetragener Zahnersatz: Kronen, Brücken oder Brücken für den gesamten Kiefer, die auf Implantaten verschraubt oder zementiert werden. Nur Ihr Zahnarzt kann sie abnehmen. Sie fühlen sich natürlichen Zähnen am ähnlichsten an und eignen sich für einen einzelnen Zahn, mehrere Zähne oder einen ganzen Kiefer.
  2. Herausnehmbarer implantatgetragener Zahnersatz (Deckprothese): Eine Prothese, die über Halteelemente wie Locatoren oder einen Steg auf zwei oder mehr Implantaten einrastet. Sie können sie zum Reinigen selbst herausnehmen, sie hält aber deutlich sicherer als eine herkömmliche Prothese. Diese Lösung wird oft bei begrenztem Knochenangebot, bei einer geringeren Implantatzahl oder dann erwogen, wenn eine einfache Reinigung im Vordergrund steht.

Ihr Zahnarzt erklärt Ihnen, welche Form zu Ihrem Knochenangebot, Ihrem Biss, Ihren Pflegegewohnheiten und Ihren Erwartungen passt.

Vorteile von implantatgetragenem Zahnersatz

  • Stabilität: Zähne, die nicht verrutschen, sodass Sie mit mehr Sicherheit essen, lachen und sprechen können.
  • Kauen und Sprechen: Die meisten Patienten können mehr Lebensmittel kauen und deutlicher sprechen als mit einer herkömmlichen Prothese.
  • Schonung der Nachbarzähne: Gesunde Zähne neben einer Lücke müssen nicht beschliffen werden.
  • Erhalt des Knochens: Implantate leiten Kaukräfte in den Kieferknochen. Das kann den Knochenabbau nach Zahnverlust verlangsamen und die Gesichtskonturen stützen.
  • Vermeidung von Zahnwanderungen: Geschlossene Lücken verhindern, dass Nachbar- und Gegenzähne kippen oder herauswachsen.
  • Natürliches Aussehen: Form und Farbe werden passend zu Ihrem Gesicht und Ihren übrigen Zähnen gestaltet.
  • Langlebigkeit: Bei guter Pflege und regelmäßigen Kontrollen kann implantatgetragener Zahnersatz viele Jahre halten.

Die Behandlung Schritt für Schritt

  1. Beratung und Planung: Ihr Zahnarzt untersucht Ihren Mund und bespricht Ihre Krankengeschichte. Panoramaröntgen und bei Bedarf eine 3D-Aufnahme zeigen den Knochen im Detail. Implantatpositionen und Gestaltung des Zahnersatzes werden digital geplant.
  2. Einsetzen der Implantate: Unter örtlicher Betäubung werden die Implantate in den Kieferknochen gesetzt. Reicht der Knochen nicht aus, kann vorher oder gleichzeitig ein Knochenaufbau oder Sinuslift erfolgen.
  3. Einheilung: In etwa zwei bis sechs Monaten, je nach Kieferregion, Knochenqualität und Allgemeingesundheit, verwachsen die Implantate mit dem Knochen. Wenn Ihre Situation es zulässt, erhalten Sie in dieser Zeit eine provisorische Versorgung.
  4. Befestigung der Abutments: Auf den Implantaten werden die Verbindungsteile befestigt, die den Zahnersatz tragen.
  5. Eingliederung des endgültigen Zahnersatzes: Nach Scans oder Abformungen wird Ihre Krone, Brücke oder Deckprothese angefertigt, einprobiert und eingesetzt. Der Biss wird überprüft und fein abgestimmt.

Materialien

Das Material richtet sich nach der Position der Zähne, der Art des Zahnersatzes und Ihrem Biss:

  • Zirkon: Stabil, metallfrei und zahnfarben; für Kronen und Brücken im Front- und Seitenzahnbereich.
  • Keramik (Porzellan): Sehr natürliche Optik; wird oft auf Zirkon oder anderen Gerüsten verblendet, besonders bei sichtbaren Frontzähnen.
  • Kunststoff (Acryl): Leicht und gut anpassbar; häufig für Deckprothesen sowie manche Brücken für den gesamten Kiefer oder Provisorien.

Pflege Ihres implantatgetragenen Zahnersatzes

Implantate können keine Karies bekommen, aber Zahnfleisch und Knochen um das Implantat können sich entzünden, wenn sich Beläge ansammeln. Diese Entzündung, die Periimplantitis, ist eine der Hauptursachen für Probleme an Implantaten. Die tägliche Pflege ist deshalb entscheidend.

  • Putzen Sie zweimal täglich mit einer weichen Zahnbürste und achten Sie besonders auf den Übergang zwischen Zahnersatz und Zahnfleisch. Eine elektrische Zahnbürste kann das erleichtern.
  • Reinigen Sie Zwischenräume und Unterseiten mit Interdentalbürstchen, spezieller Implantat-Zahnseide oder einer Munddusche. Unter Brücken und Versorgungen des gesamten Kiefers sammeln sich die meisten Beläge.
  • Herausnehmbare Deckprothesen: Nehmen Sie sie täglich heraus, reinigen Sie sie mit einer Prothesenbürste und milder Seife oder Prothesenreiniger (keine normale Zahnpasta, sie kann zerkratzen), säubern Sie die Halteelemente auf den Implantaten sorgfältig und bewahren Sie die Prothese nach Empfehlung Ihres Zahnarztes auf. Die Einsätze der Halteelemente nutzen sich ab und müssen regelmäßig erneuert werden.
  • Achten Sie darauf, worauf Sie beißen: Kauen Sie kein Eis, öffnen Sie keine Verpackungen mit den Zähnen und beißen Sie nicht auf sehr harte Gegenstände, da dies zu Absplitterungen führen kann.
  • Schutz vor Knirschen: Wenn Sie pressen oder knirschen, kann eine Aufbissschiene für die Nacht Zahnersatz und Implantate schützen.
  • Verzichten Sie auf das Rauchen: Rauchen erhöht das Risiko für Zahnfleisch- und Knochenprobleme an Implantaten.
  • Regelmäßige Kontrollen: Besuchen Sie Ihren Zahnarzt etwa alle sechs Monate oder nach Empfehlung zur professionellen Reinigung und zur Kontrolle von Biss, Schrauben und Zahnfleisch.
  • Reagieren Sie frühzeitig: Bluten, Schwellungen, ein unangenehmer Geschmack oder ein lockeres Teil sind Gründe, zeitnah Ihren Zahnarzt aufzusuchen.
Lächeln einer älteren Frau
Lächeln einer älteren Frau · Symbolbild

Warum LHC Dental

Bei LHC Dental beginnt die Behandlung mit einer sorgfältigen Untersuchung und einer digitalen Planung auf Basis von Röntgen- und 3D-Aufnahmen. So werden Implantatpositionen und endgültige Zähne gemeinsam geplant statt getrennt voneinander. Ihr Zahnarzt erläutert Ihnen die Möglichkeiten, von der Einzelkrone über die Deckprothese bis zur festsitzenden Brücke für den gesamten Kiefer, und was jede davon mit sich bringt, damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen können. Jeder Schritt und die zu erwartende Einheilzeit werden vorab besprochen, und Sie erhalten klare Pflegehinweise sowie Nachsorgetermine, um Ihre neuen Zähne langfristig zu erhalten.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen festsitzendem und herausnehmbarem Implantat-Zahnersatz?

Festsitzender Zahnersatz wird auf Implantaten verschraubt oder zementiert und kann nur von Ihrem Zahnarzt abgenommen werden. Eine herausnehmbare implantatgetragene Prothese rastet für mehr Halt auf den Implantaten ein, Sie nehmen sie aber zum Reinigen selbst heraus. Ihr Zahnarzt empfiehlt die passende Form je nach Knochen, Biss und Pflegebedürfnissen.

Wie viele Implantate brauche ich?

Das hängt davon ab, wie viele Zähne fehlen und wie Ihr Knochen beschaffen ist. Für einen einzelnen Zahn genügt meist ein Implantat, für eine Brücke über mehrere Zähne können zwei oder mehr nötig sein. Ein ganzer Kiefer wird für eine festsitzende Brücke typischerweise auf vier bis sechs Implantaten versorgt, für eine herausnehmbare Deckprothese auf zwei bis vier.

Ist das Einsetzen von Implantaten schmerzhaft?

Der Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung, sodass Sie währenddessen in der Regel kaum etwas spüren. Leichte Schwellungen und Beschwerden in den Tagen danach sind üblich und lassen sich meist gut mit den verordneten Schmerzmitteln lindern.

Wie lange hält implantatgetragener Zahnersatz?

Bei guter täglicher Mundhygiene und regelmäßigen Kontrollen kann implantatgetragener Zahnersatz viele Jahre halten. Teile wie die Halteelemente von Deckprothesen oder die Zahnoberflächen müssen mit der Zeit gewartet oder erneuert werden.

Kann ich von meiner alten Prothese auf implantatgetragenen Zahnersatz umsteigen?

In vielen Fällen ja. Ihr Zahnarzt prüft Ihren Knochen mit einer 3D-Aufnahme. Manchmal lässt sich eine vorhandene Prothese so umarbeiten, dass sie auf neuen Implantaten einrastet; häufig sorgt jedoch ein neuer Zahnersatz für eine bessere Passform.

Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche Untersuchung. Ob und welche Behandlung für Sie infrage kommt, lässt sich erst nach Befund und Aufklärungsgespräch beurteilen.